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#1sommer1buch

Alexa und Manuel

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Alexa und Manuel | story.one

Nach einem herrlichen Cappuccino und einem kleinen aber sehr feinen Törtchen beim ehemaligen k. u. k. Hofzuckerbäcker und Hoflieferanten Zauner, spaziere ich in der spätsommerlichen Sonne durch das malerische Bad Ischl.

Bei einem Bücherladen bleibe ich nun stehen. Ganz genau inspiziere ich die im Schaufenster ausgestellten Bücher. Ich senke meinen Blick, und wer schaut mich nun an? Mein absoluter Lieblingsschauspieler Manuel Rubey.

Er hat jetzt also auch ein Buch mit dem Titel “EINMAL NOCH SCHLAFEN, DANN IST MORGEN“ geschrieben. Wahnsinn, was der alles kann! Ich bin schwer begeistert.

Am liebsten würde ich jetzt die Scheibe einschlagen und das Buch schnappen. Der Laden hat nämlich längst zu. Ein käuflicher Erwerb ist dadurch derzeit nicht möglich. Doch wenn ich etwas haben will, dann muss das gleich sein. Ich bin nämlich sehr ungeduldig. Aufregung macht sich in mir breit. Doch was soll's?

Zu laut. Sachbeschädigung. Diebstahl. Im Gefängnis möchte ich nicht landen. Also lächle ich Manuel lediglich zu und hebe die Hand zum Gruß. Danach presse ich ein schüchternes “Bis bald“ zwischen meinen Lippen hervor. Er erwidert mein Lächeln. Nun bin ich selig.

Am Abend kuschle ich mich unter die Bettdecke. Einen Versuch ist es allemal wert, und so sage ich zu meiner nicht vorhandenen Sprachassistentin: „Alexa, bitte das Buch von Manuel Rubey bestellen.“ Anschließend denke ich mir: „Einmal noch schlafen, dann ist morgen.“ Ich freue mich darauf und falle gleich in einen tiefen Schlaf.

Zwei Tage vergehen. An Manuel habe ich nicht mehr gedacht. Doch meine Freude ist riesengroß, als er mir am dritten Tag von meinen Küchentisch aus entgegen grinst.

Meine imaginäre Alexa hat mich erhört!

Noch einmal schlafen, dann ist morgen. Doch für mich zählt nur das Heute.

Ich koche Kaffee und haue mich mit dem Buch in die Liege am Balkon. Erst als es zu dämmern beginnt, gehe ich nach drinnen. Und ich sage dir: „Er hat mich nicht enttäuscht, der Manuel!“

Zu viel möchte ich dir aber nicht verraten. Das ist nämlich mein Geheimnis. Doch eines gestehe ich dir: „Ich bin jetzt ein noch größerer Fan von ihm.“

Du denkst dir jetzt, dass ich Werbung mache für ihn? Nein nein. Gar nicht!

© Kristina Fenninger 2020-09-14

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