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#menschenliebe

Der Traum

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Der Traum | story.one

Montagmorgen. Frisch und munter wachte ich auf. Ich fühlte mich stark und kräftig. Geträumt habe ich. Und ich sage dir, es war ein sehr schöner Traum, und davon möchte ich dir jetzt erzählen:

Es war ein sonniger Spätwinter- oder vielleicht auch ein erster Frühlingstag. Die Sonne hatte schon wieder etwas an Kraft gewonnen und wärmte mich. Ich war unterwegs in meiner Lieblingsstadt, nämlich in Salzburg. An der Salzach spazierte ich. Aber nicht als Kristina, sondern als Clownin war ich verkleidet. Mit einer roten Nase, Clowns-Haaren, buntem Gewand, riesigen Schuhen, und um die linke Hand hatte ich bunte Luftballone gebunden. Mit einer Pfeife im Mund trötete ich vorbeigehende Passanten an und überreichte ihnen einen Flyer. Auf diesem Flyer war eine “Werbung“ aufgedruckt: Sie rief dazu auf, dass sich die Menschen doch als Stammzellenspender/innen für Krebskranke registrieren lassen sollen, wenn sie wollen. Auch war darauf beschrieben, wie einfach das doch geht, und dass so eine SPENDE LEBEN RETTEN KANN. Die Menschen, die mich erblickten waren mir alle wohlgesonnen. Einige lachten und freuten sich, als sie mich, also die Clownin, erblickten. Ich fühlte mich sehr gut, war ich doch in wichtiger Mission unterwegs. Ich war glücklich über die netten Menschen um mich herum. Eine tiefe innere Zufriedenheit konnte ich spüren.

Als ich dann aus dem Traum erwachte, fragte ich mich, was dieser wohl bedeuten mag. Ich überlegte und kam zu dem Ergebnis, dass es vielleicht meine Aufgabe hier auf Erden ist, mich für die Menschen einzusetzen, denen es gerade schlecht geht. Eine Aufgabe, die ich gerne übernehmen möchte.

Ich finde, es ist ein großes Geschenk, wenn man erkennt, welche Talente man hat und was vielleicht die Bestimmung im Leben ist. Ganz fest bin ich davon überzeugt, dass das nicht unbedingt mit Leistung zu tun haben muss.

Ganz fest aber glaube ich, dass man auf Dauer nur gut für andere da sein kann, wenn man gut auf sich selbst schaut. Und natürlich möchte ich auch für mich selbst, dass es mir gut geht. Außerdem möchte ich ja wachsen an meinen Aufgaben und nicht daran kaputtgehen.

Und so suche ich immer öfter meinen inneren Clown, der mich lächeln lässt oder andere zum Lachen bringt (wie schön). Ich versuche zu spüren, was ich gerade brauche und was mir gerade gut tut (auch wenn das nicht immer ganz einfach ist). Dann habe ich wieder die Kraft dazu, anderen eine Stütze zu sein, was auch wiederum ein befriedigendes Gefühl für mich ist. Diese Balance versuche ich zu halten, beziehungsweise so manches Mal wieder neu herzustellen.

In diesem Sinne wünscht dir die Clownin in mir eine kunterbunte, fröhliche Faschingszeit mit dem einen oder anderen Krapfen, wenn du solchen magst, der ja vielleicht auch Balsam für deinen Seele sein kann. Helau und Alaaf!

© Kristina Fenninger 2020-02-12

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