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#1sommer1buch#einfotoundseinegeschichte#storyone

kamiKATZE

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kamiKATZE | story.one

Zur Vorbesprechung unserer Story-(W)one-derung hat er mich pünktlich abgeholt, mein Nachbar Wolfgang. Nachbarn sind wir schon länger, kennen tun wir uns erst seit story.one.

Wegen Ausgeglichenheit und so schlage ich ihm vor, dass zum Event selbst ich fahre. „Nein, nein Kristina. Ich fahre.“ „Hat er Angst bei mir einzusteigen?“, überlege ich kurz. Doch ganz ehrlich, da ich mit meiner bayerischen Prosecco Schwester Micaela ausgemacht habe, dass wir ein Gläschen trinken (letztendlich waren es dann doch mehrere, aber pssst) hielt sich meine Trauer, dass ich die Beifahrerin geben muss, eher sehr in Grenzen.

Um 12:30 klingele ich an seiner Tür. Als er mir öffnet, entwischt seine Katze. Wie ein Verrückter rennt er ihr nach. „Wo ist das Problem? Soll sie halt draußen bleiben“, denke ich mir, aber was bitte versteht ein Hundemensch von Katzen? Ich beschließe ihm zu helfen. „Neeeiiiinnnn, bleib bloß stehen, wenn sie dich sieht, kommt sie erst recht nicht.“ „Na danke für die Blumen.“

Der Zeiger nähert sich der Eins, und von Wolfgang und seinem Schätzchen ist weit und breit nichts zu sehen. Jetzt werde ich langsam nervös, will ich doch pünktlich ankommen. Doch just in diesem Moment kommt er auch schon um die Ecke, dass Tier auf dem Arm. „Weißt, hätte ich die Mick draußen gelassen, so hätte sie vor der Tür einen Mords-Radau geschlagen, das kann ich meinen Nachbarn nicht zumuten.“ Die Dame wird gefüttert und wir können los. Endlich!

Kurz nach halb zwei kommen wir beim Hochserner-Hof an. Etwas schüchtern, ja ich kann manchmal wirklich so sein, begrüße ich die bereits bekannten und unbekannten Gesichter. Um 14:00 Uhr beginnt der Aufstieg auf den Kolomannsberg.

Es wird geplaudert, und ich lausche (bitte verrate mich nicht) einer Diskussion zwischen der Eva und dem Klaus. Es geht darin um eine Geschichte vom Klaus. Beinahe wundert es mich ein wenig, dass ich vor lauter Lachen den Berg nicht runter gekugelt bin. Einfach herrlich. Sollten die beiden eines Tages beschließen zu heiraten, schließlich heißt es ja, was sich liebt das neckt sich, so werde ich ihnen ganz bestimmt keine Banane schenken.

Eine Autorin kenne ich von meiner Zeit am Salzburger Flughafen. Nach einigen Jahren treffen wir uns bei der Wanderung aus einem ganz anderen Grund in einem ganz anderen Umfeld wieder. Einfach schön.

Nach der Wanderung kehren wir beim Hochserner ein. Die Ripperl sind saftig, das Bier süffig, die Gespräche locker. Mir scheint es, und hoffentlich ist es tatsächlich so, dass alle viel Spaß haben.

Neue Bekanntschaften werden geschlossen und persönlich signierte Bücher getauscht.

„Wenn Engel reisen, wird sich das Wetter weisen“, lautet ein Sprichwort. Dass wir alle Engel sind, das glaub ich tatsächlich nicht. Trotzdem meint es der Wettergott gut mit uns.

Prost liebe bayerische Prosecco Schwester, Prost ihr lieben anderen. Prost und Chapeau! Schön ist es mit euch!

© Kristina Fenninger 2020-08-23

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