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Manchmal eben braucht es Mut

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Manchmal eben braucht es Mut | story.one

Ganz genau kann ich mich noch erinnern: Hoch oben am Berg war ich und tagträumte bei einer zünftigen Jause, dass ich auf einer Lesung mein Buch vorstellen darf. Doch dieses Buch existierte bis dato nur in meiner Traumwelt. Hatte ich doch noch nicht mal mit dem Schreiben begonnen.

Nach überstandenen Schicksalsschlägen hatte ich dann angefangen, meine Gefühle und Gedanken aufzuschreiben. Ich wollte nicht, dass meine Manuskripte einfach in der Schublade landen und schickte ein paar auserwählte an die Salzburger-Straßenzeitung. „Was soll schon passieren?“, überlegte ich mir. „Mehr als eine Absage wohl kaum“. Sehr nett schrieb mir die Chefredakteurin zurück, dass meine Texte nicht dazu passen. Doch lud sie mich ein, über ein besonderes erstes Mal zu schreiben. Gesagt, getan. In der Mai-Ausgabe 2019 wurde mein Text, in dem ich über meine Krankheit schrieb, gedruckt. Ich war überglücklich. In derselben Ausgabe war ein Interview mit Hannes Steiner über story.one. Ich war begeistert und stellte noch am selben Tag meine erste Geschichte online. Bald wurden es mehr, und mittlerweile sind es so viele, dass ich bereits zwei Bücher veröffentlicht habe, zwei weitere sind in Arbeit.

Tränen vor Freude hatte ich geweint, als mir Martin Blank im Frühjahr schrieb, dass ich eine meiner Geschichten, welche ich im Rahmen der #welt.bleib.wach-Challenge geschrieben hatte, in Linz lesen darf. Wochen vor der Lesung geriet aber mein Leben erneut etwas aus den Fugen, und ich war unsicher, ob ich an der Lesung teilnehmen kann. Umso größer war dann die Freude, dass es tatsächlich klappte. Es war wirklich ein wunderbarer Abend, den ich bestimmt nicht vergessen werde.

Letzte Woche schaute ich in meinem Profil nach und stellte fest, dass ich mittlerweile über 5000 Likes auf story.one eingesammelt hatte. Ich freute mich, dass ich Menschen nun schon so viele Momente, in denen sie irgendetwas an meinen Geschichten bewegt oder berührt hat, schenken durfte. Bestenfalls hat den einen oder anderen eine meiner Storys zum Lachen gebracht. Ich liebe es zu lachen und freue mich, wenn es mir gelingt, andere dazu zu bringen. Oder jemand wurde ein wenig von meiner Lebenslust angesteckt. Jedenfalls immer, wenn ich selbst auf das Herzchen drücke, dann hat mich etwas bewegt, dass zu tun, und ich freue mich, dass es auch mir gelingt, Menschen dazu zu bewegen, mir ein Like zu schenken.

Viele von euch habe ich schon in echt kennen lernen dürfen. Ich finde es immer besonderes spannend, Menschen von denen ich anhand ihrer Geschichten und ihres Profilfotos ein festes Bild vor Augen hatte, zu treffen. Auch dann, wenn sich oftmals die Sicht auf die Person verändert, das macht ja nichts. Sogar Freundschaften, für welche ich sehr dankbar bin, sind entstanden durch diese Plattform.

Ohne euch jedenfalls wäre ich nicht die Kristina, die ich heute bin. Und über die bin ich froh.

Ich danke euch.

Manchmal eben braucht es Mut.

© Kristina Fenninger 2020-07-28

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