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#magisches#paradiesgarten

Paradise found

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Paradise found | story.one

Fast ein wenig einsam liegt er da, der Teich. Eine frische Quelle sein Zulauf und Sauerstoffzufuhr f├╝r die darin schwimmenden Fische. Umgeben von saftig gr├╝ner Wiese und einem kleinen Wald. Eine Trauerweide macht sich ausladend ├╝ber ihm breit. Manchmal h├Ârt man einen Frosch quaken. Wohl sucht er ein Weibchen.

Die alte H├╝tte, morsch ist sie noch nicht, aber alt genug, dass Gras auf ihrem Dach w├Ąchst. Und wildwachsende Stauden. Im Sp├Ątsommer geben diese samtige, s├╝├č schmeckende Fr├╝chte her. Viele Sonnenunterg├Ąnge haben wir auf diesem Dach beobachtet.

Eine aus Steinen gebaute Feuerstelle diente uns unz├Ąhlige Male als W├Ąrmespender in der klirrend kalten Winternacht und als Grillplatz f├╝r Stockbrot und W├╝rstel im Sommer. Die Saiten der Gitarre sind mal leidenschaftlich, mal ganz sanft, manchmal kaum h├Ârbar im Licht des Mondes geschwungen.

Die Holzbank als nicht gerade weiche und sanfte Unterlage zwei sich Liebender. Doch was macht das schon, wenn einen die Lust ├╝berkommt!

In der H├╝tte wartet ein altes zur R├Ąuchertonne f├╝r Fische umfunktioniertes ├ľlfass auf seinen Gebrauch. Auch Ton, unperfekt aber liebevoll zu einem ├ťbertopf f├╝r Pflanzen geformt, wurde in diesem Fass gebrannt. Die St├Ąrke der Glut und des Feuers eingebrannt, f├╝r ein ganzes ÔÇ×TontopflebenÔÇť lang. Der Charakter des Menschen, der ihn geformt hat, spiegelt sich ein wenig darin wider.

Unseren geliebten Hasen Moritz haben wir im Wald begraben. Ein schimmernd blauer Eisvogel mit seinem schrillen Gesang drehte inzwischen zwei Runden ├╝ber dem Teich. Nie vorher und seitdem nicht mehr haben wir diesen Vogel an diesem wunderbaren Fleckchen Erde gesehen. Es schien uns, dass Mori, wie wir ihn liebevoll nannten, sich bei uns bedanken wollte, dass wir ihn gerettet und ihm noch ein paar sch├Âne Jahre geschenkt haben.

In Zeiten schwerer Krankheit schenkten mir die rot bl├╝henden Seerosen Kraft, und das kalte Wasser erfrischte meine erhitzten F├╝├če.

Es ist nicht unser Grundst├╝ck. Mein Freund und seine Br├╝der k├╝mmern sich darum, und wir d├╝rfen ihn nutzen. F├╝r mich aber ist die Zeit Geschichte. Mein Freund n├Ąmlich ist jetzt mein Ex. So schwelge ich dankbar in Erinnerungen. Ein an diesem Ort gefertigter Tontopf ziert das Fensterbrett meines WG-Zimmers. Eine gr├╝ne Pflanze darf darin wachsen. Gr├╝n ist f├╝r mich die Farbe der Hoffnung, des Lebens und des Neubeginns. Weil immer, wenn es im Fr├╝hling beginnt gr├╝n zu werden beginnt doch irgendwie ein neues Leben.

┬ę Kristina Fenninger 2021-03-03

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