skip to main content

Der Große Pazifische Müllfleck

  • 26

Hallo, mein Name ist Bob. Ich wohne im Großen Pazifischen Müllfleck. Der Müllfleck ist fast dreimal so groß wie ganz Deutschland. Hunderte von Fischen sterben jeden Tag. Ich bin ein Delfin und es ist wirklich schwer, Essen und Lücken zum Atmen zu finden. Manchmal kriege ich fast keine Luft mehr und schaffe es nicht, aber dann finde ich eine Lücke in der letzten Sekunde. Es gibt fast kein Essen in dem Teil, wo ich wohne, weil der ganze Müll vergiftet, das Essen vergiftet und dann kann man nichts mehr essen. Viele Fische, Freunde und meine Familie sterben jeden Tag, weil sie nicht genug Essen finden und weil es scharfe Stücke von Plastik gibt, die sie töten. Es ist schrecklich was die dummen Menschen zu unserem Wasser machen. Mein bester Freund wurde gestern von einem Stück Plastik in der Hälfte abgeschnitten. Das ist genau vor meinen Augen passiert. Nachdem das meinem Freund passiert ist, wollte ich wegschwimmen. Ich liebe meine Familie, aber ich will nicht so jung sterben. Ich könnte am Weg nach draußen sterben, aber ich will es versuchen.

Es ist früh am Morgen und die Sonne strahlt in meinem Gesicht. Meine Eltern schlafen noch, aber ich will jetzt trotzdem gehen. Ich schwimme langsam weg. Ich bin noch immer sehr müde, weil ich normalerweise sehr lang schlafe. Mit mehreren hunderttausend Kilometern vor mir schwimme ich weiter. Ich beginne immer schneller und schneller zu schwimmen, auch wenn es sehr gefährlich ist, weil ich mich unabsichtlich schneiden könnte. Und auch wenn ich es gewusst habe, schwimmt mein Kopf direkt in einer Plastiktüte und ich kann nicht mehr raus. Meine Sicht ist weg, weil die Tasche sehr dunkel ist. Ich schüttel meinen Kopf, bis ich aus der Tasche komme. Das war sehr knapp, aber ich schwimme noch immer weiter. Ich bin fast am Rand des Müllflecks. Ich bin schon sehr müde, weil ich schon den ganzen Tag schwimme, aber ich schwimme trotzdem weiter. Ich sehe plötzlich klares Wasser ein paar Meter vor mir. Ich schwimme mit hohem Tempo zum klaren Wasser und kurz bevor ich dort ankomme zieht mich etwas zurück.

© Matteo 2022-06-09

Kommentare

Gehöre zu den Ersten, die die Geschichte kommentieren

Jede*r Autor*in freut sich über Feedback! Registriere dich kostenlos,
um einen Kommentar zu hinterlassen.