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#krimi#chrisistimteam

Mittwoch, 18.5.2011

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Mittwoch, 18.5.2011 | story.one

Bevor Christoph Leuchtmüller kam, wollte Kunz, der Chefinspektor, nochmal mit Michael Joe Schwarz telefonieren. Sein Bauchgefühl sagte ihm, beide Fälle hingen zusammen. Erst nach dem vierten Klingeln ging Herr Schwarz ran und klang etwas abgehetzt. Kunz wollte nicht unbedingt um den heißen Brei reden, sondern sprach gleich Klartext mit seiner Frage, ob Oliver Levis James Bodenstein kannte. Dieser jedoch verneinte, aber sagte, dass er ihn kannte und wollte wissen warum. Kunz brummte daraufhin zurück, dass dieser tot war und zwar schon seit zehn Jahren. Schwarz klang danach sehr schockiert und meinte sie hatten sich seit Jahren nicht mehr gesehen, denn sie hätten sich damals getrennt, aber er trug ihn immer noch im Herzen. Noch schlimmer war es für Schwarz, dass seine beste Freundin vor drei Jahren einfach verschwand und nicht mehr gesehen wurde. Er hatte sie gern um sich gehabt, denn sie wohnten zusammen. Aber ohne ein Wort zu sagen verschwand seine beste Freundin für immer vom Erdboden. Das war ganz schlimm, erzählte er traurig und etwas schluchzend ihm. Nach diesen Infos bedankte sich Kunz und beendete das Telefonat.

Als der Chef wieder vom Telefonieren zurückkam, verstummten alle und schauten ihn erwartungsvoll an. Er kratzte sich am Kopf, räusperte sich und sprach mit erwartungsvollem Ton: „Wir warten jetzt auf Christoph, er wird jeden Augenblick kommen. Ich werde mal runtergehen und ihn in Empfang nehmen. Dann erst sind wir vollständig und können die heutige Besprechung beginnen! Also bis gleich, Leute“, sagte er in einem schwungvollerem Ton. Mit diesen Worten machte er kehrt und ging hinunter, um auf Christophs Ankunft zu warten.

Endlich kam er ins Polizeipräsidium. Zunächst wurde ihm ein Besucherausweis zugewiesen, obwohl Kunz dazusagte, dass Christoph noch seinen eigenen Ausweis bekommen wird. Daher müsste er hier und jetzt ein Formular ausfüllen und erst dann würden sie hinaufgehen in den Besprechungsraum. Während beide neben einander die Stufen hochstiegen, wollte Christoph noch vor der Besprechung mit allen Kollegen, Kunz etwas beichten. Er druckste ein bisschen rum, bevor er es endlich aussprach, nämlich, dass Christoph, seit er dreizehn war, eine Elfe als Freundin hatte, namens Nora. Damit zeigte er sie ihm als beide kurz stehen blieben. Kunz glaubte kaum seinen Augen, was er da sah. Er war fassungslos, überrascht und gleichzeitig sprachlos. So rieb er sich zunächst seine Augen und blinzelte, ob er denn nicht träumte. Sie war wirklich da und flog um ihn rum, kicherte und grinste verschmitzt und sprach zu Kunz flüsternd: „Ich bin echt – mich gibt es wirklich. Es gibt bestimmt noch andere von meiner Art, aber bis jetzt haben wir keine gesehen.“

Kunz war so sichtlich fasziniert von ihr, dass er nur krächzend sagte: „Wow, ich hätte mir nie träumen können, dass es doch solche Wesen auf der Erde leben! Na dann geh’ma rauf?!

© Matthissa Olensky 2021-05-04

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