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Der Waldgeist

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Der Waldgeist | story.one

Als er noch ein Kind gewesen war, tränkte das Blut der Krieger den Boden. Als er ein Mann war, lernte er, Blut zu vergießen. Als er ein Vater geworden war, lernte er, Leben zu spenden und Liebe zu geben. Und als er starb, gelang es ihm nicht, die ewige Ruhe zu finden. Und geisterte er über die Jahrhunderte durch die Wälder, um den Menschen im Heulen des Windes von jenen Grausamkeiten zu erzählen, die seiner Seele keinen Frieden ließen. Die Menschen hörten seine Stimme nicht. Und sie führten ein Leben in Hass, Zwietracht und Rache. Und so fand er niemals Ruhe. Er träumte zurück an jene Zeit, in der die Welt ein Paradies geworden war. Und als die Göttinnen meinten, es wäre besser, ihm eine zweite Chance zu geben, wurde er im Körper eines Hirsches mit einem magischen Geweih wiedergeboren. Er konnte sich auch in Menschen verwandeln und in Tiere. Er wurde zu einem Wandler zwischen den Welten. Und die Wissenden, nannten ihn Merlin, den Zauberer.

© Michael Seitz 2021-04-24

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