skip to main content

#geschichtendiesichreimen#märchenwelt#tanzt

Jede*r kann tanzen, Teil 4

  • 14
Jede*r kann tanzen, Teil 4 | story.one

„Bravo, min Jung! Exquisite, manifique! Was für ein Ausdruck schönster Musik! Grandiös pompös - habe ich ein Glück! Da komme ich für meine Toilette zum Bach und darf bei der Fellpflege erleben, wie sie junges Genie ihrer Kunst Ausdruck geben! Oh, bitte, kommen Sie mit! Ich lade Sie herzlich ein, zu einem Besuch bei meinem Artisten Trupp. Wir lagern nicht weit von hier und eine große Ehre wäre es mir, den anderen ihr Genie vorzustellen! Die Mamatrone wäre ganz aus dem Häuschen, das versichere ich Ihnen!“, so sprudelten, vor Begeisterung, die Worte heraus aus dem Wahrsager Le Skunk.

Der machte voller Hochachtung, am anderen Ufer des Bachs, für Eduard Edwin eine tiefe Verbeugung.

Dieser dachte sich, perplex und stumm: „Ist das wirklich echt, oder habe ich eine Halluzination? Voller Begeisterung huldigt mir dieses fremde Tier …“

Es standen beide eine Weile schweigend dort, dann ergriff Le Skunk wieder das Wort: „Bitte um Verzeihung mein junger Freund, in meiner überschwänglichen Begeisterung vergaß ich die guten Manieren, und mich ordentlich zu präsentieren - mit Verlaub, mein Name ist Le Skunk, Wahrsager von Beruf; doch in Ihrem Falle muss ich nicht erst meine Karten befragen, um Ihnen eine glorreiche Zukunft vorauszusagen! Darf ich Sie auf eine Tasse Tee in unserem Artisten Lager einladen? Nicht weit von hier verweilen wir. Bitte, kommen Sie doch mit, so es Ihnen beliebt, Herr …“, freundlich lächelnd und fragend blickte Le Skunk Eduard Edwin an, der nun endlich seine Stimme fand: „Eduard, Eduard Edwin Emmerich“, antwortete er, schüchtern und zögerlich.

„Herr Eduard Edwin Emmerich also! Fein, wollen Sie mein Gast nun sein? Ich will es noch einmal betonen, der Weg ist nicht weit und wird sich lohnen…“, sprach Le Skunk, mit einer Geste zuvorkommender Einladung.

„Ich …ja… Sehr gerne, sogar, es wäre eine Ehre, denke ich …“, stammelte Eduard zögerlich.

Noch nie war er einem solchen Tier begegnet, dass noch dazu so eigenartig redet, und zu Besuch war er eigentlich noch nirgendwo gewesen, außer bei Familienfesten, falls die zählten …

Le Skunk strahlte: „Bonbon! Wie fabelhaft! Bitte, durchqueren Sie den Bach, der Weg ist leichter danach... So ist es gut, junger Freund! Was für eine unglaubliche Gelegenheit sie kennenzulernen; ehrlich, es freut mich sehr, dass Sie uns beehren! Sie werden in exquisiter Gesellschaft sein, unsere Artisten sind die Besten weit und breit, denn unsere Mamatrone weiß, es braucht eine gewisse Eigenheit; ein besonderes Leuchten und ganz viel Gefühl! Natürlich nicht zu vergessen die Vorstellungskraft, die ist die wichtigste Eigenschaft …“, so plapperte Le Skunk unbefangen daher.

Eduard Edwin staunte immer mehr. Er konnte nicht glauben, was ihm hier geschah… Ob das nicht doch bloß ein Traum war? War er auf der Wiese eingeschlafen? Oder sagte Le Skunk tatsächlich all diese wunderbar klingenden Sachen?

Doch dann kamen sie an, und es war unmöglich das seine Fantasie das alles erfand, sagte er sich bei dem Anblick…

© Miriam Strasser 2022-03-15

Kommentare

Gehöre zu den Ersten, die die Geschichte kommentieren

Jede*r Autor*in freut sich über Feedback! Registriere dich kostenlos,
um einen Kommentar zu hinterlassen.