skip to main content

#transformation#rhythmus#gegendieangst

Phönix

  • 43
Phönix | story.one

Kannst du sehen, wer ich bin? Kann es nicht erkennen, stecke selbst in mir drin… Mich quält die Frage nach meinem Sinn, vielleicht gibt mir mein Aussehen einen Hint? Kannst du mir beschreiben, was du siehst? Ich erkenne mich im Spiegel nicht… Mein Ego ist ein Krisengebiet, der Konflikt nimmt mir die Sicht...

Ich bin aus der Welt gefallen, versuche mich verzweifelt an ihr festzukrallen. Quälende Fragen quillen aus meinen Ohren, es sind Gefühle, die kochend Überborden… Wer hat mir Steine in den Weg gelegt? Wer hat das Rad der Zeit bewegt? Wer hat die Schwerkraft hoch-gedreht?

Es fängt an, das hier ist ein Neuanfang: die Hexen beginnen Sabbat zu tanzen, sind kreisende Asche, sind Feuer und Flammen – Hexensabbat, Feuertanz, wir brennen für den Neuanfang – Hexenflammen, Aschenkranz, das Ende das ist ausgebrannt… Flammend schwingt Phönix sich auf zu neuem Leben, es beginnt sich etwas in uns zu regen…

Wir haben wieder Feuer gefangen, die Liebe nährt unsere Flammen, die Ängste haben wir verbrannt, das hier ist ein Neuanfang. Wir sind wieder in die Welt gekommen, haben uns bei den Händen genommen, unser Aufstieg hat begonnen.

Bitte, gib mir einen fetten Beat, bitte spiel mir einen heißen Track, beim Tanzen brechen mir die Füße weg – brauche Sound um darauf zu reiten, mit meinen Moves über Dezibel-Wellen zu gleiten – ich verlache dich, Gravitation! Du bist veraltet, wir sind die neue Generation, du hast keine Macht mehr über uns, dir zu folgen haben wir keinen Grund, hörst du das Lachen aus meinem Mund?

Ich bin bloß Knochen und Luft, es ist die Freiheit, die mich ruft, habe meinen Körper abgelegt, bin ein Gerüst, das unverbindlich in der Schwebe lebt! Meine Bausubstanz besteht aus Beat, ich bin Musik die bewegte Muster zieht. Bin Bewusstsein, dass sich selber trägt. Bin der Funke, der Wellen schlägt. Selbst im Tiefschlaf bin ich bewegt.

Ich bin der Weltenschmied der das Eisen aus den Flammen zieht und mit einem Schlag deine Matrix verbiegt. Glückwunsch, du bist aus der Welt gefallen, hattest keine Chance, dich festzuhalten!

Jetzt bist du unbegrenzt und im freien Fall kannst du erkennen: Die Realität war eine Illusion, du lebtest eine Lüge, sie ist aufgeflogen. Deine Grenzen waren selbst auferlegt, denn du hattest Angst vor dem Leben. Dachtest dein Gefängnis sei der Garten Eden. Dein Käfig zerbrach, mit ekstatischem Beben! Nun siehst du dich mit der Leere vereint, bist ein Kontinuum aus Raum und Zeit, rockst den Beat, der dich weiter-treibt.

Es lacht die Hexe, beim Ritt ihres Besens, ihr Lachen ist dein Einbruch gewesen, sie kam und du fielst ins Leben. Die Welt zeigt sich dir in einem anderen Licht, du hast den Filter gewechselt, das verändert deine Sicht – wie du siehst, gibt es nichts zu verlieren, in dir klingt eine Stimme, sie wird dich sicher führen.

© Miriam Strasser 2022-04-25

Kommentare

Gehöre zu den Ersten, die die Geschichte kommentieren

Jede*r Autor*in freut sich über Feedback! Registriere dich kostenlos,
um einen Kommentar zu hinterlassen.