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Hans Mittheisz – was kann man tun?

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Hans Mittheisz – was kann man tun? | story.one

Dipl.-Ing. Hans Mittheisz ging als erfolgreicher Wiener Obersenatsrat in Pension und wollte auch weiter etwas Sinnvolles für andere tun. Als Experte für Informations- und Kommunikationstechnologie entschied er sich für die Betreuung einer regionalen Website und einen E-Mail-Verteiler, um Menschen in seiner unmittelbaren Wohnumgebung über Veranstaltungen zu informieren.

Am besten arbeitet man in seiner Pension in Bereichen, die einem schon vom Berufsleben her vertraut sind.

Darüber hinaus wollte er aber auch für seinen Ort etwas weiterbringen und beschloss, bereits tätige Vereine an einen Tisch zu bringen, damit man gemeinsam überlegen kann, welche Ziele man erreichen will und wie man die Kräfte dafür bündeln könnte.

Für alle diese Aufgaben investiert er viel Zeit. Warum leisten sich das manche Menschen?

Ich denke, dass es zwei grundsätzliche Positionen mit vielen Abstufungen dazwischen gibt, die Menschen zu ihrem Pensionsantritt einnehmen können: Die einen sagen, ich mache jetzt endlich das, wofür ich durch den Beruf immer zu wenig Zeit gehabt habe, die anderen überlegen, wo sie sich aufgrund ihrer Ausbildung und Berufserfahrung weiterhin noch gut einbringen können.

Die einen machen also Reisen, kümmern sich viel um ihre Familie oder haben endlich genug Zeit für ihre Hobbys, die anderen wollen in ihren erlernten Fähigkeiten keinesfalls einrosten und versuchen sie weiterzunutzen.

Lebenskunst benötigt man vor allem im Alter, wo die Voraussetzungen immer ungünstiger werden. So mancher wird jetzt protestieren und meinen, dass man es als Kind mit schlechten Eltern schon sehr schwierig haben kann, im Kindergarten und in der Schule, wenn man von PädagogInnen oder anderen Kindern nicht achtsam behandelt wird oder auch später, wenn man in der weiterführenden Ausbildung scheitert, Beruf, Partner, vielleicht sogar Freunde nicht findet oder verliert. Im Leben warten viele Hürden, die genommen werden wollen.

Im Pensionsalter wird einem aber die körperliche Hinfälligkeit immer deutlicher und auch die geistigen Fähigkeiten lassen in der Regel nach, man wird langsamer, verliert an Wendigkeit, merkt sich oft wichtige Dinge nicht mehr so leicht. Durch körperliche und geistige Aktivität kann man hier ein wenig gegensteuern, der grundsätzliche Abbau lässt sich aber kaum aufhalten.

Dazu kommt, dass man den Partner oder liebe Verwandte und FreundInnen in dieser Phase häufiger verliert. Auch damit muss man zurechtkommen.

Wenn es dir im Alter gut geht, hast du die Königsdisziplin des Lebens geschafft. Man muss mit Körper und Geist im Frieden und finanziell abgesichert sein. Man sollte – das ist am wichtigsten – noch einen Sinn im Leben gefunden haben.

Hans Mittheisz hat bald nach dem Beginn der Pension seine geliebte Partnerin Elisabeth verloren und zeigt tapfer und gut eingebettet in einer großen Familie mit drei Kindern, lieben Schwiegerkindern sowie sechs Enkeln, wie man es schaffen kann.

© Norbert Netsch 2021-08-22

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