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#lebenmithunden#tierliebe

Susanne Lakner - wer Hunde liebt

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Susanne Lakner - wer Hunde liebt | story.one

Hunde polarisieren in unserer Gesellschaft: Viele lieben sie und machen sie zu regelrechten Familienmitgliedern, manche - zum Glück eher wenige - mögen keine Hunde, weil sie das Bellen stört, sie Angst vor ihnen haben oder von HundebesitzerInnen genervt sind, die noch immer nicht wissen, wo das Geschäft ihres Lieblings am Wegesrand hingehört.

Susanne Lakner liebt Hunde und hat ihre Liebe zum Beruf gemacht. Man spürt das im Podcast, wenn sie über ihre KundInnen im Hundesalon spricht. Einmal mehr wird mir bewusst, wie sehr man sein Leben bereichert, wenn man persönliche Neigungen und berufliche Pflichten vereinen kann.

Ohne Zweifel ist die Liebe ein wichtiger Faktor und die kann man nicht nur mit Menschen erleben, sondern auch mit Tieren und da ganz besonders mit Hunden, die empfindsame Wesen sind und sich in ihrer Treue und Zuneigung meist bedingungslos zeigen. So werden sie nicht selten für Menschen zu ErsatzpartnerInnen oder Ersatzkindern.

Wer sich nun diese Gesellschaft kauft, muss gut beraten werden. Welcher Hund passt zu welcher Lebenssituation? Wenn man den Hund dann in seinem Haushalt aufgenommen hat, sollte man auch wissen, wie man ihn pflegen muss. Auch die Tiere haben selbstverständlich das Recht auf größtmögliches Glück.

TierhalterInnen könnten sich in diesen Fragen sehr gut beraten lassen, z. B. bei Susanne Lakner. Viele machen das leider nicht, sodass sogar im Tierschutzrecht geregelt ist, dass Menschen wegen Überfütterung von Haustieren bestraft werden können. Das mutet auf den ersten Blick etwas seltsam an, weil man die eigenen Kinder völlig ungestraft übergewichtig machen darf.

Im Prinzip handelt es sich hier immer um eine Frage der Achtsamkeit, die eine der wichtigsten Tugenden für Liebende sein sollte. Zu oft denkt man beim Lieben an sich und zu wenig an den Geliebten. So mag das auch manchmal bei HundebesitzerInnen sein, denen es mehr um die eigenen Bedürfnisse als um die Bedürfnisse ihres Hundes geht.

Der vermeintliche Tierliebhaber wird dann vielleicht auch völlig unbewusst plötzlich zum Tierquäler. Denken wir an die Hunde, die nicht am Rand schnüffeln dürfen, weil sie immer weitergezogen werden oder sogar am Fahrrad angebunden sind. Oder völlig ungepflegte Tiere, die sich in ihrem Fell nicht mehr wohlfühlen können. Aber auch Tiere, die als Spielzeug für wenig achtsame Kinder herhalten müssen.

Liebe hat auch etwas mit Pflege zu tun. So scheint der Weg in den Hundesalon ein guter Beginn für eine erfolgreiche Beziehung zum eigenen Haustier zu sein, weil dort nicht nur das Tier gepflegt wird, sondern man auch gleichsam nebenbei die Beratung bekommt, die so manchem Hundehalter fehlt.

Man könnte diese Geschichte auch “Wer Menschen liebt” nennen und müsste dafür nur wenige Worte ändern. Zwischen Tier- und Menschenliebe liegt kaum ein Unterschied und so gesehen wären Haustiere tatsächlich ein guter Einstieg in die Kunst des Liebens - vorausgesetzt, die Kinder werden dabei richtig begleitet.

© Norbert Netsch 2021-08-20

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