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Geschichten aus Krems

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Geschichten aus Krems | story.one

Gestern war ich einen Krankenbesuch zu machen- in Krems- einmal Landstraße, vom Steiner Tot bis Wiener Brücke, ist dabei Pflicht, wie ein Blick in die "Schmidl" Auslage, jener Buchhandlung in der ich schon meine Schulbücher kaufte, bzw sie von Jahrgang zu Jahrgang tauschte...Dabei fiel mir ein Buch des Literaturforums Krems ins Auge und in die Hände- das erste Wort "Ptak" beim Aufschlagen-----der Vater meiner Schulkollegin Christl...Zu Hause hab ich das Buch gleich verschlungen, allein die Aufzählung der Geschäfte in der Landsraßesetzte mich in Entzücken und weckte unzählige Erinnerungen an die Kindheit. Ich selbst bin in der Edmund Hofbauerstraße geboren und aufgewachsen. Der evangelische Kindergarten mit der lieben Frau "Minna", die Helferin war, gehört zu meinen frühesten Erinnerungen. Wir lebtenin einer Hälfte einer großen Wohnung, drei Zimmer- Küche Wohnzimmer und Schlafzimmer. kein Bad, das Klo über das Vorzimmer zu erreichen. Mein Vater war Finanzbeamter, meine Mutter, wie fast alle Mütter dieser Generation Hausfrau. Meine Kindergartenfreundinnen gingen mit mir in die Übungsvolksschule der Lehrerbildungsanstalt. Gleich über der Straße war die Schule.Im Sommer ging man in die (Donau) Bucht baden, beobachtete Lastkräne, im Winter Eislaufen auf die zugefrorenen Donauarmeund später auf den Eislaufplatz. Die Eislaufschuhe wurden, genau wie die Schulbücher, getauscht auf größere. Die Kleidung wurde "vererbt" vom Cousin, Geld war knapp. Ich erinnere mich, den Antrag auf Gehaltsvorschuss für den Ankauf eines Wintermantels in der Nachttischschublade meines Vaters gefunden zu haben. Danac hörte ich auf zu wünschen, denn ich wolte angesichts der finanziellen Lage keinen Ärger machen.Die Ferien verbrachten wir bei den Großeltern im kremstl, das bescherte meiner Mutter Naturalien für den Haushalt, andererseits wurde ihr Mithilfe in der Landwirtschaft gebraucht.Bis zu meinem 18.Lebensjahr hatten wir kein Auto, fuhren mit dem Postbus und hatten auch keinen Fernsehapparat.Bei einer alten Dame im Haus durften wir gelegentlich Samstagabend Familienshows ansehen. Die Familien, die in unseren Häuserblocks lebten, waren untereinander bekannt, zumal viele Kinder im gleichen Alter da waren.Die Edmund Hofbauerstraße lag sehr entral, wir hatten einen kleinen Spar Markt ums Eck, die Milch wurde in der Kanne vom "Kunitzky" geholt.Als ich in die Frauenoberschule (heute wirtschaftskundliches Gymnasium) kam, waren viele meine Kindergartenfreundinnen dabei. Ich erlebte meine Professren sehr menschlich, fördernd und engagiert. Aus der Schulzeit habe ich noch viele Kontakte. Bei meinem Mallehrer Matthias habe ich einen Spruch über Krems an der Pinnwand gefunden. Wir fanden heraus, dass er nicht weit von mir- in der Landstraße aufgewachsen war. "Ich bin aus Krems" das zu sagen, macht mich stolz :) Ich schreibe über Kre, es wird für immer meine Herzensheimat sein......

© PANSILVA 2019-05-25

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