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#kurzgeschichte#migration#typischdeutsch

Was haben sie gemacht?

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Ich bin ein Flüchtling. Seitdem ich 10 Jahre alt war, habe ich angefangen hart zu arbeiten für eine bessere Zukunft. Ich wollte eine bessere Ausbildung und einen besseren Lebensstil haben. Die letzten 14 Tage bin ich durch Leben und Tod gegangen, ich bin durch Wasser geschwommen und auf Erde gegangen und gerannt. Ich habe viel riskiert und war furchtlos. Während dieser Reise habe ich mir mein Leben in dieser glamourösen und neuen Stadt vorgestellt, in die ich bald umziehe und wie mein Lebensstil sich für immer verändern würde.

Ich war da endlich, das rote Schild sagte „Llethy“. Ich dachte, dass diese Stadt mich und mein Leben für immer ändern würden. Sobald ich den ersten Schritt in die Stadt setzte, hat mein Lächeln sich umgedreht. Ich sah Rauch, und genau daneben eine enorme Fabrik. Die weißen Wolken waren verdeckt durch dunkle, graue Wolken. Mit meinem Mund weit offen und meine Pupillen ganz klein, drehte ich mich im Kreis und schaute mich um, um zu sehen, ob ich in der richtigen Stadt war. Nein, ich war nicht fröhlich, ich war überrascht, und wie. Die Stadt von der ich seit 8 Jahren geträumt habe, war schmutziger und grauer als das arme Dorf in dem ich aufwuchs. Ich machte mich auf den Weg zu der Adresse meiner Wohnung, am Weg sah ich einen Park mit ein paar traurig wirkenden Bäumen, viel Plastikmüll am trockenen Gras, welches alles andere als grün war. Meine Wohnung war sehr teuer, deswegen hoffte ich, dass es drinnen besser ist als es von außen aussah.

Ich konnte mir die Wohnung im 10. Stock leisten, das Erste, was ich sah, als ich hineintrat waren die trockenen, rissigen und grauen Wände mit dunklen Fettflecken, ein überschaubares und schmutziges Fenster und Schimmel in der minimalistischen Küche. Ich wollte schreien, weinen und war sauer, aber nicht auf mich. Ich war sauer auf die Leute, die das alles angestellt haben. Die Leute, die den Park mit Müll überfüllt haben, die meinen Wohnort verschmutzt und die die die Luft mit Chemikalien verseucht haben, die ein besseres Leben für Leute wie mich und Tiere ruiniert haben.

Heute war meine erste Woche bei meiner neuen Arbeit vorbei, mein Leben ist momentan, wie auf Wiederholung. Den jeder Tag ist gleich und dies macht meine Kollegen und mich depressiv, unmotiviert und gestresst.

Daheim angekommen, schaute ich aus meinem winzigen Fenster und sah einen Teenager, der einen Drogendeal mit einem zwielichtig aussehenden Mann gemacht zu haben.

BOOM! Ich drehte mich in einer Blitzsekunde schlagartig um.

Ein Mann stand auf meiner eingetretenen Tür.

© SaraBruckner 2022-06-04

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