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#motorradfahren

Hurra, es ist wieder gelungen!

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Hurra, es ist wieder gelungen! | story.one

Die Biker unter euch können sich vielleicht vorstellen, was mich gestern in einen Freudentaumel versetzt hat. Jawohl, ich habe mich heuer das 1.x auf meine Suzuki geschwungen. Es war auch gerade das richtige Wetter dafür. Mein Mann hat die Batterie eingebaut, das Motorrad aus der Garage gefahren, somit war ich startklar. Etwas unsicher zuerst und mit Herzklopfen machte ich mich auf den Weg zu meiner Freundin nach Elsbach. Vorsichtig visierte ich die kommende Kreuzung an, immer mit dem Gedanken, wenn es nicht richtig klappen sollte, sofort wieder den Rückzug anzutreten. Aber der Automatismus setzte ein, alle Vorgänge waren noch in meinem Kopf gespeichert, also 1.Gang, 2.Gang und so weiter. Meine Sorge war auch das Stehenbleiben. Kann ich mit der Maschine gut in Balance bleiben, wird der rechte Fuß der Belastung standhalten? Aber nach dem ersten Halt war ich mir sicher, das schaffe ich, also weiter mit frohem Mute!

So ging die Fahrt weiter vom 23. Bezirk über Laab im Walde zum Wienerwaldsee, dort musste ich, wohl oder übel, eine kurze Pause einlegen. Ich trage seit einigen Jahren Hörgeräte und diese wollte ich herausgeben, der Wind war mir ganz einfach zu laut. Ich konnte mich gar nicht mehr erinnern, dass ich es voriges Jahr wahrscheinlich beim Motorradfahren auch nicht benützte. Na gut, dies war ja rasch erledigt, also dann weiter. Von Pressbaum führt eine nette Straße nach Sieghartskirchen, die mit vielen sanften und einigen steilen Kurven bestückt ist. Eine meiner Lieblingsstrecken! Klarerweise begann ich mit sachter Fahrweise dieses “Schlingel-Schlangel” zu bewältigen, zum Glück ist dort wenig Verkehr, ich brauchte keine Angst haben, jemandem im Wege zu sein. Von Sieghartskirchen geht's dann noch eine Ortschaft weiter Richtung Wien und schon bin ich in Elsbach, das ist knapp vor dem Riederberg.

Zwei vergnügliche Stunden verbrachte ich bei meiner Freundin, wir hatten uns schon lange nicht gesehen und dementsprechend viel zu erzählen.

Die Heimfahrt war dann schon etwas weniger stressig, da ich meine Sicherheit wieder gefunden hatte. Die Kurven wurden nun schon etwas eleganter und flotter genommen und totale Freude kam auf. Nun konnte ich mich auch wieder mehr der Umgebung widmen und den herrlichen Duft von frisch geschnittenem Gras aufnehmen. Ich kann nur sagen: einmalig! Kein Rollator und kein Auto kann dieses Gefühl der Freiheit vermitteln und meine Freude war grenzenlos.

Tja, und weil es so gut geklappt hat, bin ich heute zu meiner Seelenfreundin Sabine nach Simmering gefahren, auch wir haben uns schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen. Sie war es ja auch, die mich auf story.one aufmerksam machte, wir verbrachten den Nachmittag in angeregter Plauderei. Es war so wunderbar, dass ich zwei Menschen wieder getroffen hatte, deren persönlicher Kontakt mir schon sehr fehlte. Aber nun ist alles paletti und wird es hoffentlich auch bleiben.

Liebe Suzuki, heuer machen wir viele Ausfahrten, versprochen!

© Suzuki-Oma 2021-06-09

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