skip to main content

#urlaub#sizilien#erice

Auf den Spuren der Normannen

  • 60
Auf den Spuren der Normannen | story.one

Samstag, 30.10.21

Wir schlafen lange aus, waren die Nachtstunden doch eher kurz gehalten und zwanzig sind wir ja auch keine mehr. Heute gibt es zum ersten Mal seit der Anreise herrlichen Sonnenschein, was wir für einen ausgiebigen Morgenspaziergang entlang des „Lungomare Dante Alighieri“ direkt neben dem Meer nutzen. Es ist angenehm warm und das Wetter erlaubt es uns, endlich kurzärmlig zu gehen.

Bei der „Piazza Mercato del Pesce“ nehmen wir eine Querstraße und gelangen so zum „Porto di Trapani“, wo wir vis-à-vis vom Hafen ein lauschiges Platzerl einer Cafeteria finden und unser Frühstück einnehmen.

Das unweite Erice, eine historische Stadt, welche bereits in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt wurde und in der Antike den Namen „Eryx“ trug, steht am Plan. Die Stadt ging an die Römer, war zeitweise von den Arabern besetzt und im 12. Jahrhundert besiedelten sie die Normannen. Ignazio, bei dem wir einquartiert sind, empfahl uns die Besichtigung. Der Künstler, dessen farbenfrohe, abstrakte Bilder in Galerien in Palermo und Bologna zu bestaunen sind, ist selbst dort geboren worden.

Der Weg auf den 840 Meter hohen Berg „Monte Erice“ schlängelt sich über viele Serpentinen hinauf und lädt immer wieder zu einem kurzen Fotostopp ein, da die saftig-grünen Wiesen einen tollen Kontrast zum blauen Meer darstellen.

Die Runde starten wir zusammen beim „Torre di Re Federico“ und „Real Duomo“, auch „Chiesa Madre“ genannt, welche im Jahre 1314 im sogenannten Chiaramontestil – ein gotischer Baustil Siziliens – errichtet wurde. Bald bemerkt Mann jedoch, dass er die fotowütige Frau lieber allein voranschreiten lässt, und so vereinbaren sie einander in einer Stunde im Zentrum wiederzutreffen.

Nahe der „Porta del Carmine“, welche aus der normannischen Zeit stammt, bekomme ich einen wahrlich atemberaubenden Ausblick auf die umgebende Landschaft samt Küste der „Città“ zu sehen. Die Leute wussten früher schon, wie es ich gut leben lässt. Die Strecke führt mich dann weiter zur „Torretta Pepoli“, welche auf einen steilen Felsen thront und etwas oberhalb davon wacht das mächtige „Castello di Venere“. Nachdem die ausgemachte Stunde bereits vergangen ist, bewege ich mich Richtung „Centro“ vorbei an unzähligen Souvenir-Läden, wo ich für meinen Vespa-Besitzer ein cooles T-Shirt mit jenem klassischen Zweirad darauf entdecke.

Bei der Piazza gibt es zum Abschluss noch ein Stück Apfelkuchen mit Mandeln und dazu Caffè, bevor wir die Rückreise nach Trapani antreten. Bella, die 13-jährige Jack Russell Hündin bettelt selbstverständlich wie sonst auch und schaut einem dabei mitleidserregend mit ihren großen Knopfaugen an. Wer kann da schon nein sagen?

Abends gehen wir es gemĂĽtlich an und essen nach einem Schrimps-Salat miteinander eine Thunfisch-Pizza. FĂĽr ein Kugerl italienisches Eis ist im Magen natĂĽrlich immer Platz, aber danach ab nach Hause und bald in die Federn.

© Sylvia Eugenie Huber 2021-11-02

Kommentare

Gehöre zu den Ersten, die die Geschichte kommentieren

Jede*r Autor*in freut sich ĂĽber Feedback! Registriere dich kostenlos,
um einen Kommentar zu hinterlassen.