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Barbados – Award, Party und viel Rum

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Barbados – Award, Party und viel Rum | story.one

Nach 4 Jahren als Medizinprodukteberaterin in dem weltweit größten Unternehmen der Branche, nahm ich im Jänner 2005 eine neue Herausforderung in der Wirbelsäulenchirurgie an. Nach einer intensiven Ausbildung mit täglichen Tests, die ich zumeist mit 100% bestand, ging es danach um das Sammeln von Erfahrungen und so fuhr ich einen ganzen Monat lang mit einer Kollegin aus Bayern mit, betreute mit ihr die OPs, bis ich fit und bereit war in meinem Gebiet aktiv zu werden. Ich konnte mich endlich auf ein einziges Produkt spezialisieren, was im vorherigen Unternehmen nur bedingt möglich war, da meine Produktpalette einfach riesengroß war.

Meine Kunden verstreuten sich von Amstetten bis nach Vorarlberg, wodurch ich stolze 85.000 km pro Jahr hierfür zurücklegte. Keine Woche hatte unter 60 Arbeitsstunden, manchmal kam ich erst um 22Uhr in der Nacht heim und musste am nächsten Tag schon wieder um 5 Uhr aufstehen. Aber ich liebte meine Tätigkeit und war auch sehr erfolgreich darin.

Umso mehr freute ich mich, als ich für das Jahr 2007 mit einem Sales-Award inklusive Award-Trip für meine Leistungen honoriert wurde. Die 1-wöchige Reise fand im März 2008 statt und ging auf die karibische Insel Barbados, welches auch die Heimat der R&B-Sängerin Rihanna ist.

Der zu Mittelamerika gehörende Inselstaat weist im Durchschnitt eine Temperatur von 26°C auf, wodurch viele Promis als auch andere Betuchte sich hier gerne niederlassen oder zumindest einen weiteren Wohnsitz erwerben.

Ich durfte mit den Kollegen aus Deutschland, Frankreich, England und Kanada im luxuriösen Hilton in der Hauptstadt Bridgetown nächtigen, welches direkt am türkisblauen Meer liegt. Die Karibik ist sehr farbenfroh, sowohl in ihrer üppigen Vegetation als auch bei den Hausfassaden, selbst die Bevölkerung ist größtenteils bunt gekleidet. Alle dort Ansässigen sind insgesamt recht relaxed, ob es das milde Klima, die fröhliche Musik oder vielleicht auch Mary Jane ist, sei dahingestellt.

Während des Aufenthalts wurden uns mehrere Ausflugsmöglichkeiten angeboten, wie einmal in das am nördlichsten liegende Saint Lucy, wo große Felsformationen ein komplett anderes Landschaftsbild prägen und es aufgrund des angrenzenden Atlantiks auch deutlich stürmischer ist.

Ein anderes Mal ging es mit einem riesigen Katamaran raus aufs weite Meer, um zu schwimmen beziehungsweise zu schnorcheln, da aufgrund des kristallklaren Wassers die bunten Fischschwärme als auch Schildkröten ideal zu beobachten sind. Auf dem Boot wurde natürlich auch zur rhythmischen Musik gesungen und getanzt.

Doch egal was am Programm stand, eines war an allen Tagen gleich – es wurde immer richtig gefeiert, und zwar mit Barbados Nationalgetränk Rum. Dieser floss reichlich und sorgte folgedessen für eine stets ausgelassene Stimmung bis in die Morgenstunden.

Noch heute, 12 Jahre später, denke ich gerne an jene Zeit zurück, wo man zwar sauviel arbeiten musste, aber trotzdem Zeit für Parties hatte.

© Sylvia Eugenie Huber 2021-01-29

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