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Das Arschloch-Gen

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Das Arschloch-Gen | story.one

Die Gene sind unsere Erbanlagen und seit gut 20 Jahren die Begründung für fast alles. Egal ob für die Farbe der Augen, die Haarfarbe, die Körperstatur, für Krankheiten oder ebenfalls für unser Verhalten.

Doch ist wirklich alles vererbt und somit unabänderlich?

In der Verhaltensforschung sieht man die Genetik zwar beispielsweise als Grundlage, jedoch können Umwelteinflüsse wiederum Veränderungen hervorrufen, so auch Lern- und Erfahrungsprozesse.

Wenn also manche Menschen behaupten, sie können nichts für ihr Verhalten, da eben jenes angeboren wäre, dann ist dies nur die halbe Wahrheit.

Sollte jemand tatsächlich mit einem - ich nenne es mal ganz frech das Arschloch-Gen - zur Welt gekommen sein, dann bestünde immer noch die Möglichkeit, durch Lernen und anderweitige Erfahrungen, jene Erbanlage zu ändern. Und hier ist meines Erachtens der springende Punkt, denn es muss tatsächlich eine Bereitschaft beziehungsweise ein Wille hierfür vorhanden sein.

Bruce Lipton ist ein bekannter Zellbiologe, der sich mit der Epigenetik auseinandersetzt und in seinem Buch „Intelligente Zellen“ dazu Folgendes schreibt:

»Wir können aktiv wählen, ob und wie wir auf die meisten Umweltsignale reagieren wollen. Die Fähigkeit des Bewusstseins, die vorprogrammierten Verhaltensweisen des Unterbewusstseins zu verändern, ist die Grundlage unseres freien Willens«

Der freie Wille!

Wenn jemand Eigenschaften vorweist, die womöglich genetisch mitgegeben oder wahrscheinlich eher anerzogen wurden, kann jener folglich eine andere Wahl treffen. Das einzige hierfür vonnöten ist der ausdrückliche Wille.

Bild: PublicDomainPictures / Pixabay

© Sylvia Eugenie Huber 2020-07-23

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