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Das war mein Weihnachten 2021

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Das war mein Weihnachten 2021 | story.one

Okay, den 24.12 habe ich alleine gefeiert, da ich mit meinem Freund nicht mehr zusammen bin. Corona hat auch uns gespalten bzw. sind unsere unterschiedlichen Anschauungen meilenweit auseinandergedriftet. Gott sein Dank ging das Ganze friedlich und ohne weiteren Argwohn ĂŒber die BĂŒhne, man lernt ja stetig hinzu.

Um trotzdem einen schönen Abend zu verbringen, habe ich mir schon in der FrĂŒh einen guten Rotwein in den Dekanter gefĂŒllt, damit jener ausreichend Luft zum Atmen bekommt. Abends habe ich dann genĂŒsslich zu Abend gegessen und ein Achterl des edlen Tropfens dazu genossen.

Danach schaute ich mir, mit einem zweiten Achterl Weinbegleitung, zwei Filme auf Maxdome an – ein spannender und ein lustiger. Ich komme gerade drauf, dass ich viel zu wenig Alkohol trinke. Manchmal 6 Monate am StĂŒck keinen einzigen Tropfen, obwohl Wein in Maßen ja auch als gesund gilt. Soll ja sogar Herz- Kreislauferkrankungen reduzieren, sagen zumindest manche Studien. Ich beschließe daher mir zukĂŒnftig am Wochenende öfters einmal ein Achterl zu genehmigen. Ein Genusskonsum sozusagen.

Am 25.12 ging es dann zusammen mit meinem Bruder nach Wien, um mit der Familie meiner Schwester zu feiern. Bruderherz hat natĂŒrlich Geschenke fĂŒr die Kleinen gekauft, ich mache hier schon seit Jahren nicht mehr mit, bekommt heutzutage, meiner Meinung nach, eh jeder viel zu viel und kann es kaum noch schĂ€tzen. Ich kaufe deswegen weder fĂŒr Kinder etwas noch fĂŒr Freundinnen, Bekannte oder sonst wen. Alles ein Stress, den keiner braucht, auch kein Zusammenhang zum Ursprung des Festes und Konsumzwang kann ich sowieso nicht ausstehen.

Ja, die Tante Sylvia ist eben eine ganz Strenge.

Und hat es geschadet? Nein, ĂŒberhaupt nicht. Denn ich habe meinem nunmehr 11-jĂ€hrigen Neffen und meiner 3-jĂ€hrigen Nichte das wertvollste Gut geschenkt – meine Zeit. Wir spielten Tiere imitieren und raten, machten Brettspiele und ich durfte mehrere Runden Fangenspielen, bis mir die Puste ausging. Keiner der zwei fragte mich, wo ein Geschenk von mir fĂŒr sie sei, denn ich glaube, oder besser gesagt, ich bin fest ĂŒberzeugt, dass sie den Wert meiner ungeteilten Aufmerksamkeit zu schĂ€tzen wussten.

Und mal ehrlich, auf was blickt man mit grĂ¶ĂŸter Freude zurĂŒck? Sind es nicht die Erinnerungen und die GefĂŒhle hierzu?

So ging meine Weihnachten 2021 hinĂŒber und ich werde es gerne mit einem breiten LĂ€cheln in Erinnerung behalten.

© Sylvia Eugenie Huber 2021-12-26

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