skip to main content

Ex Machina

  • 184
Ex Machina | story.one

„Irgendwann sehen die KIs auf uns zurück als aufrecht gehende Affen, dazu verdammt auszusterben.“

Dies ist ein Satz aus dem Film „Ex Machina“ indem der Techniker und Internetmogul Nathan, den jungen Caleb zu sich nach Hause einlädt, um dort den weiblichen Androidin Ava zu testen, ob sie als Mensch durchgeht.

Nathan ist überzeugt, dass der Einsatz von menschlichen KIs niemals eine Frage des Ob, sondern nur des Wann wäre, um den Menschen mehr oder minder abzulösen, da besser, schneller und kontrollierbarer.

Der junge Caleb möchte wissen, ob Ava programmiert wurde, ihn zu mögen, worauf Nathan antwortet, dass er sie lediglich programmierte, heterosexuell zu sein, so wie auch er dazu programmiert wurde. Im Widerstand zu dieser Aussage meint Caleb, dass ihn niemand programmiert habe, hetero zu sein, worauf Nathan kontert, dass er sich nicht dazu entschieden hat, sondern von der Natur, der Erziehung oder beidem dazu programmiert wurde.

Im ganzen Haus des Milliardärs sind unzählige Kameras installiert, um so die Kontrolle über sein Schaffen zu bewahren. Doch das Misstrauen als Teil des Menschseins führt schlussendlich dazu, dass Caleb dem Androiden Ava mehr vertraut als dessen Hersteller.

Alles nur Fiktion oder befinden wir uns in schnellen Schritten genau zu jenem Szenario?

In China gibt es bereits eine vollkommene Überwachung, die der Sicherheit dienen soll. Jegliches Abweichen von Regeln wird teilweise grob geahndet.

Auch in anderen Kontinenten überlegt man solche Maßnahmen.

Wenn man programmiert wurde, dass nur vollkommene Kontrolle Sicherheit bringt, dann wird die Zustimmung sicherlich groß sein.

Freiheit sieht anders aus, aber eine Illusion davon lässt sich einfach besser verkaufen.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

© Sylvia Eugenie Huber 2020-07-04

Kommentare

Gehöre zu den Ersten, die die Geschichte kommentieren

Jede*r Autor*in freut sich über Feedback! Registriere dich kostenlos,
um einen Kommentar zu hinterlassen.