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#schottland#80tageumdiewelt

Grünes Schottland

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Grünes Schottland | story.one

Meine Eltern hatten oft Urlaubs-Diskussionen, da meine Mutter in den Süden und mein Vater in den Norden wollte. 1990 setzte sich mein Vater durch und so ging es nach Schottland. Mit den North Sea Ferries fuhren wir von Amsterdam nach Newcastle im Nordosten Englands, welches ca. 190 km von Schottlands Hauptstadt Edinburgh entfernt ist. Dort waren wir auf einem Campingplatz namens „Little France“, welcher auch einen Vorort der Stadt bezeichnet.

Die im Zentrum liegende Burg „Edinburgh Castle“ hat ihren Sitz am Castle Rock, den Basaltkegel eines erloschenen Vulkans, dessen Felsformation vor geschätzten 340 Millionen Jahren entstanden ist. Täglich, mit Ausnahme am Sonntag, wird um 13 Uhr eine Kanone abgefeuert, die daher auch den Namen „One O’Clock Gun“ trägt. In der Altstadt gelangt man entlang der „Royal Mile“ über die ehemalige Kirche „The Hub“ vorbei an der Kathedrale „St Giles’ Cathedral“ bis zum Palast „Holyrood Palace“. Edinburgh ist auch für seine Festivals bekannt, obwohl auch abseits jener Dudelsack-Spieler zu bewundern sind.

Die nächste Station war die an der Ostküste liegende Kleinstadt St. Andrews, die einerseits für seine Universität und andererseits als „Home of Golf“ bekannt ist und mit „St. Andrews Links“ eine der weltweit größten Golfanlagen sein Eigen nennt.

Die im Nordosten situierte Hafenstadt Aberdeen, die bereits seit 8000 Jahren besiedelt ist, besitzt gleich zwei Universitäten und nahm früher Granit aus Steinbrüchen für die Errichtung der Bauten, welcher aufgrund seiner silbergrauen Farbe der Stadt den Namen „Silver City“ einbrachte.

In der Council Area Aberdeenshire befindet sich das langgezogene Fischerdorf Pennan, welches idyllisch vor einer Felskulisse platziert ist und wo aufgrund von ehemaligen Filmdreharbeiten die angeblich berühmteste Telefonzelle Schottlands steht.

Ebenfalls an der Nordostküste befindet sich die Stadt Inverness, welche als kulturelles Zentrum der Highlands gilt. Als mein Vater vom Geld beheben stundenlang nicht daherkam, hatten wir schon kein gutes Gefühl. Irgendwann spät abends torkelte er dann zum Bus und kotze noch vor jenem bzw. mehrmals in der Nacht. Wie sich am nächsten Tag herausstellte, traf er auf ein paar Schotten, die wohl trinkfester als er waren. Während er sich erholte, spazierten wir in die Altstadt und machten etwas Sightseeing.

Im nordwestlichen Dorf Durness gab es wunderschöne Sanddünen und der Campingplatz lag spektakulär oberhalb einer Steilküste. Etwas außerhalb davon befand sich das Kunsthandwerkdorf Balnakeil, wo die Ruine einer alten Kapelle samt Friedhof stand.

Dem 37 km langen Süßwassersee Loch Ness mit dem bekannten Ungeheuer Nessie und dem Loch Lochy, in dem eine Lizzie leben soll, folgte zuletzt die südliche Ortschaft Port Logan, in dem sich ein wunderschöner botanischer Garten befand, bevor es wieder nach Hause ging.

Schottland ist landschaftlich faszinierend, nur vom Trinken mit Schotten ist stark abzuraten.

© Sylvia Eugenie Huber 2021-02-28

ReisenSKANDINAVIEN—SCHOTTLAND

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