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Mein erster Fastenurlaub

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Mein erster Fastenurlaub | story.one

Es begann im Jahre 2004, wo ich beruflich viel zu tun hatte oder besser gesagt mich oft im Stress befand. Dies führte dazu, dass mein Körper plötzlich Reaktionen zeigte, die ich zuvor niemals an ihm wahrnahm.

Speisen, die mein Saumagen – zumindest hatte ich einen solchen viele Jahre lang – immer gut vertragen hatte, führten plötzlich zu rumoren, aufgebläht sein, Durchfall oder Verstopfung.

Verzweifelt suchte ich meinen Hausarzt auf, der damals einige Nahrungsmittelunverträglichkeiten feststellte. Das darauffolgende Gespräch mit der Ernährungsberaterin war genauso wenig berauschend wie das Ergebnis. Ich sollte eine große Palette an Gerichten für mindestens 6 Monate aus meinem Leben streichen.

Doch der Erfolg im Nachhinein war es absolut wert und so beschäftigte ich mich intensiver mit dem Thema Ernährung, Entspannung und Co.

Im Jahre 2005 beschloss ich eine ganze Woche Urlaub zu nehmen, um in Salzburg zu fasten und dadurch meinen Körper eine Auszeit zu gönnen. Von den Arbeitskollegen wurde ich noch belächelt und gefragt, wie man sich nur Urlaub nehmen könnte, um fürs Nichts-Essen viel zu bezahlen.

Und in der Tat war die F.-X.-Mayr-Kur für mich mehr als anstrengend, da ich es gewohnt war, sehr viel zu essen und plötzlich – zumindest für meine Begriffe – hungern musste. Aber das schöne Hotelambiente, die Massagen und die Ruhe taten Körper, Geist und Seele gut und so bekam ich bewunderte Blicke nach meiner Rückkehr geschenkt und Komplimente, unter anderem welch schöne Haut ich denn nun hätte.

Das neu erworbene gute Körpergefühl hielt sage und schreibe 6 Monate an. Dadurch inspiriert machte ich in den Jahren danach weitere Fastenkuren, vom Fastenwandern im Allgäu, über die Kahuna Hawaiianische Darmreinigung in Kärnten und ich flog sogar zum Fasten nach Cebu auf die Philippinen.

Einige Kuren führte ich zusätzlich zuhause durch, obwohl Urlaub hierfür zu haben meines Erachtens besser ist.

Ah ja, eine ehemalige Kollegin folgte meinem Vorbild und begann ein paar Jahre später auch Urlaub fürs Fasten zu nehmen und erzählt mir jetzt noch, wie sehr es ihr Leben positiv beeinflusst hat.

Frei nach dem Motto: Weniger, ist oft mehr!

Bild von Vidmir Raic auf Pixabay

© Sylvia Eugenie Huber 2020-06-26

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