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The Rock of Cashel

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The Rock of Cashel | story.one

Wir stehen aufgrund des ungeplanten Staus etwas unter Zeitdruck, denn wir sollen vor 20Uhr im Hotel sein, um einzuchecken und möchten noch unbedingt vor Sonnenuntergang den „Rock of Cashel“ besichtigen, ist doch fĂŒr morgen ganztĂ€gig Regen angesagt. Das Universum ist uns, wie bereits viele Mal auf dieser Reise, gnĂ€dig und wir kommen schneller als ursprĂŒnglich gedacht voran.

Cashel oder auf Irisch Caiseal Mumhan, was Steinfestung von Munster bedeutet, ist eine kleine Stadt mit um die 4400 Einwohner und vorranging aufgrund der Festungsanlage mit seiner Kirchenruine bekannt. Als wir ankommen, hat das Loch im Bauch schon ungeahnte Ausmaße angenommen und deshalb planen wir so schnell wie möglich ein Restaurant aufzusuchen. Leider gestaltet sich die Suche anfangs schwierig, da viele Restaurants geschlossen haben oder wir eher Imbissbuden anfinden. Dann kommen wir aber bei einem schicken Hotel vorbei, welches auch ein Restaurant angeschlossen hat. Mein Kleidungsstil mit Wanderhose, Shirt und Turnschuhen ist zwar nicht ganz standesgemĂ€ĂŸ, das Personal scheint sich jedoch daran nicht zu stören und trotz guter Auslastung bekommen wir einen Tisch zugewiesen. Nachdem es bereits 19Uhr geschlagen hat, wĂ€hlen Brigitte und ich Burger mit Pommes, um wieder zu KrĂ€ften zu kommen.

GestĂ€rkt fĂŒhrt uns der nĂ€chste Weg ins Hotel oder besser gesagt in das B&B, wo wir den Check-In vornehmen. Das GebĂ€ude ist absolut liebevoll hergerichtet und unser Zimmer hat einen schönen Blick auf den gepflegten Vorgarten. Das Badezimmer ist ebenfalls ordentlich und so können wir heute die nicht stattgefundene Dusche von Quilty nachholen.

Am Fuße des Rock of Cashel angekommen, schieße ich gleich die ersten Bilder der imposanten Anlage, welche auf einer Erhebung aus geschichtetem Kalkstein errichtet wurde. Nachdem wir einen kleinen Trampelpfad neben der Festung entdecken, beschließen wir eine Runde um die Anlage zu gehen. Nordseitig erhalten wir eine unglaubliche Sicht auf satt-grĂŒne Felder mit grasenden KĂŒhen und ein StĂŒck weiter erspĂ€hen wir die Ruine, der von den Benediktinern gegrĂŒndeten Abtei, „Hore Abbey“.

Als wir um das komplette Areal herum sind, mĂŒssen wir feststellen, dass sich an einer Stelle ein Zaun und an einer anderen eine Steinmauer befindet. Doch ehrlich gesagt haben wir beide keine Lust, die ganze Strecke zurĂŒckzulaufen und beschließen es daher, ĂŒber die Mauer zu probieren. Die niedrigste Stelle ist schnell ausfindig gemacht und als ich mit dem Klettern beginne, höre ich einen Hund lauthals klĂ€ffen. Der SpaziergĂ€nger, der am unweit verlaufenden „Tipperary Heritage Way Walk“ mit seinem Vierbeiner unterwegs ist, wird sich auch seinen Teil denken. Was soll’s, uns kennt hier eh niemand. Nachdem Brigitte ebenfalls ĂŒber die Außenmauer gekraxelt ist, geht es zufrieden ins Hotel, wo wir uns beide eine ausgiebige Dusche gönnen.

Dass es eine gute Entscheidung war, heute zum Berg zu fahren, bekommen wir dann morgen bestÀtigt.

© Sylvia Eugenie Huber 2022-05-10

Irland

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