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Die Magie des Winterfest

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Die Magie des Winterfest | story.one

Winter bedeutet für mich Schnee an Weihnachten und Magie. Glitzernde Kinderaugen und funkelnde Lichter. Winter bedeutet für mich Sport und Leidenschaft und Träumen.

Ein Fest ist für mich ein frohes Ereignis, bei dem man ausgelassen mit Freunden feiert und zur Musik tanzt, vielleicht auch das eine und andere Gläschen trinkt. Im Idealfall fühlt man sich rundum wohl auf dem Fest und ist glücklich.

Heuer erfülle ich mir endlich den Wunsch, das bereits seit 20 Jahren bestehende Winterfest in Salzburg das erste Mal zu besuchen.

„Gravity & Other Myths - Backbone” ziehen mich mit ihrer präzisen Akrobatik völlig in den Bann. Ich bin begeistert, wie ruhig und diszipliniert die Künstler die Gesetze der Schwerkraft auf den Kopf stellen. Gespannt, würde mein Mund nicht mit einer Maske verdeckt sein, so könnte man in meine vor Staunen geöffneten Lippen blicken, frage ich mich, was kommt als nächstes. Umrahmt wird das Stück von den Klängen einer Geige. Mit den lauten Tönen eines Schlagzeuges bildet das Saiteninstrument eine harmonische Einheit. Mein Körper bewegt sich im Sitzen zur Musik. Ich bin überrascht, man weiß nicht, was kommt als nächstes! Spannung macht sich in mir breit. Ich bin fasziniert. Fasziniert und völlig begeistert. So sehr, dass ich beschließe, ich muss in diesem Jahr noch einmal auf das Winterfest.

So mache ich mich knapp zwei Wochen später bei strömenden Regen wieder auf den Weg. Das Wetter ist heute so gar nicht winterlich. Meine Haare sind tropfnass, als ich die SZENE erreiche, etwas gestresst, weil gerade noch pünktlich. Minuten später sitze ich dann auf meinem Platz. Ich atme durch, komme an und bin wenige Augenblicke später gefesselt. Erinnerungen können trügerisch und fehlbar sein, das wird schnell klar in dieser Vorstellung. Ganz anders wie bei Gravity aber nicht minder beeindruckend für mich, geben die Akrobaten des Cirque Barcode ihre Vorstellung zum Besten. Von einem schmalen Federbalken springt die Künstlerin in die Höhe, macht ihren gestreckten Rückwärtssalto und landet dann wieder exakt auf dem Balken, welcher von zwei Akrobaten gehalten wird. Völlig beeindruckt bin ich, als eine Artistin durch die künstlichen Wolken taucht und sich bewegt als wäre sie schwerelos.

Aufs Neue hat das Winterfest es geschafft, mich für einige Momente zu verzaubern. Wie wunderbar. Abgerundet wird der Abend dann tatsächlich noch mit dem einen und anderen Gläschen, wie sich das auf einem Fest gehört.

„Kunst ist nur dann legitim, wenn sie langfristig berührt, wenn sie beglückt, traurig macht oder bestürzt. Denn Kunst ist, was bleibt,“ sagte einst Georg Daxner, der Gründer des Winterfest.

Ich bin berührt vom Winterfest. Und ich bin überzeugt, ein Moment der Berührung kann so manches überdauern und bleibt somit für sehr lange Zeit, wenn nicht sogar für die Ewigkeit.

Das Winterfest schafft Magie, wenn auch das Wetter grad so gar nicht winterlich und magisch ist.

Kristina Fenninger

© Winterfest Salzburg 2022-01-03

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