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Meine Geschichte mit dem Winterfest

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Meine Geschichte mit dem Winterfest | story.one

Eine Geschichte über meine Erlebnisse mit dem Winterfest zu schreiben, fällt mir nicht ganz leicht. Zum einen, weil es da mehrere Geschichten zu erzählen gäbe, zum anderen, weil das Winterfest als Ganzes für mich eine einzige wunderbare Geschichte ist. Versuchen will ich es trotzdem, es ist mir auch ein echtes Anliegen, die aufsteigenden Gedanken, Erinnerungen und Gefühle zumindest teilweise schriftlich festzuhalten.

Zunächst muss ich gestehen, dass ich erst zehn Jahre nach dem Start auf das Winterfest aufmerksam gemacht wurde – durch eine E-Mail einer Kollegin, die voller Begeisterung über das Winterfest im Allgemeinen und den Cirque Rasposo im Besonderen war und den Besuch wärmstens empfahl.

Solcherart eingestimmt kam ich am 4. Jänner 2012 zum ersten Mal zu einer Winterfest-Vorstellung. Der Abend war für mich schon deshalb ein besonderes Erlebnis, weil ich genau eine Woche zuvor eine nicht ungefährliche Operation gut überstanden hatte und nun zum ersten Mal wieder in der Öffentlichkeit war. Vor allem aber war ich von der Vorstellung fasziniert und von da an hat mich das Winterfest nicht mehr losgelassen.

In den darauffolgenden Jahren sah ich mir zwar nicht alle, aber wohl die meisten Produktionen an und ich könnte heute nicht sagen, welche mir am besten gefallen hat. Ja, Akrobatik bewundere ich besonders, aber in ihrer jeweiligen Art haben mich beinahe alle Aufführungen in ihren Bann gezogen. Ein Bild steigt in der Erinnerung immer wieder auf: als David Dimitri am Ende von „L’homme cirque“ das Zirkuszelt durch das Dach verlässt und draußen, auf dem Seil weiter und weiter balancierend, bei beginnendem leichten Schneefall in den Nachthimmel entschwindet.

Von vielen Gruppen bzw. Akteurinnen und Akteuren und ihren Produktionen weiß ich die Namen ohne Blick in die Programmhefte nicht mehr, mit dieser Unterstützung sind dann aber unzählige Erinnerungen präsent. Manche Aufführungen besuchte ich ein zweites Mal und es war immer schön, sie noch einmal zu sehen, so zum Beispiel Cie Akoreacro mit „Dans ton cœur“ oder zuletzt Circocentrique mit „Respire“.

Zusammen mit den fantastischen und berührenden Vorstellungen sind nach meinem Dafürhalten noch einige andere Faktoren für die unvergleichliche Winterfest-Atmosphäre verantwortlich. Besonders hervorheben möchte ich dabei die Freundlichkeit der Mitglieder des Winterfest-Teams und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie kommt schon bei der telefonischen Kartenbestellung zum Tragen, an den Veranstaltungsorten selbst ist sie ohnehin durchgehend zu spüren.

Ich gehöre zu denen, die sich das ganze Jahr über auf das nächste Winterfest freuen. Es war schmerzlich für mich, dass das Winterfest 2020 letztlich abgesagt werden musste, und es war wunderschön, dass das Winterfest 2021 stattfinden konnte. Dem nächsten Winterfest sehe ich mit großer Vorfreude entgegen.

Sebastian Plank, Braunau am Inn

© Winterfest Salzburg 2022-02-04

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