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#achtsamkeit

Felix und der Zauber der Worte

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Felix und der Zauber der Worte | story.one

It IS still continued.

Felix betritt die Buchhandlung – seinen neuen Arbeitsplatz – und Ejana, die Kollegin & Wegbereiterin, begrüßt ihn mit jenem strahlenden Lächeln, das mit zu Felix’ Entscheidung beitrug, diesen Job trotz aller Zweifel anzunehmen.

"Willkommen an diesem besonders feinen Tag. Ich habe gleich eine wichtige Nachricht für dich. Hr. Moji kommt gleich vorbei und möchte mit dir sprechen. Die Zeit scheint schon reif dafür zu sein. Das ist früh und sehr ungewöhnlich, aber umso besser".

Felix’ Herz schlägt ihm bis zum Hals, vielleicht sogar bis in die Augen. Ob es der Anblick von Ejana oder der Gedanke an das Gespräch mit seinem neuen Brötchengeber ist, kann er im Moment noch nicht einschätzen, die Zeit wird es weisen.

"Wir wollen uns inzwischen in den Innenhof setzen, ich habe einen selbst zusammengemischten Tee aufgegossen, extra für den heutigen Anlass. Bardo wird gleich hier sein". Ejana begleitet Felix an jenen zauberhaften Platz zwischen Eiche und Birke, an dem er in seiner "Probezeit", so kommt es ihm jetzt vor, viele der Bücher gelesen, sie aber dennoch kaum verstanden und noch weniger begriffen hat. Heute wird er erfahren, warum dem so ist, das spürt er.

Dieses Empfinden hält auch noch an, als wenige Minuten später ein eher kleiner, älterer Mann mit weißem Ziegenbart, ebensolcher Wuschelfrisur und Nickelbrille, die seinen strahlenden und direkten Blick noch mehr hervorhebt, den Innenhof betritt. Verbunden mit einem festen Händedruck sieht er Felix direkt in die Augen: "Willkommen, ich bin Bardo Moji, Buchhändler und Barde. Willkommen in der Welt der achtsamen Worte. Wir haben dich schon lange erwartet, lieber Felix. Du möchtest sicher so einiges wissen, das sehe ich dir an".

"Herzlichen Dank … WAS MACHE ICH HIER?". Mehr bringt Felix gerade nicht heraus. Bardo lacht und damit löst sich jede Anspannung, die kurz zu spüren war. "Du bist kein Mann großer oder vieler Worte, gut … denn die braucht es nicht. Der Zauber der Sprache, no matter which one und auch ihre Magie, is between the words, liegt zwischen ihnen. Du wirst dich wahrscheinlich schon gewundert haben, warum du die meisten der Bücher in diesem Geschäft nicht kennst. Wisse, es sind Unikate, sie sind für all jene geschrieben, die zu gegebener Zeit den Weg zu ihnen finden und die Inhalte auch bewusst, verbunden mit allen Sinnen, lesen können".

Felix spürt, dass noch Worte im Raum stehen und bleibt aufmerksam, sieht in ein paar lebendiger Augen. "Du bist hier, weil du die achtsame Verwendung der Worte erlernen und später weitergeben möchtest, auch wenn es dir vielleicht noch nicht bewusst ist. DESWEGEN bist du hier".

Obwohl noch so manche Frage ("Was verdiene ich?", "Wo kann ich etwas essen?" und vor allem ... "Ich kenne zwar Troubadix, aber was ist ein Barde wirklich?") im Raum steht, ist Felix – und ohne weitere Worte und mit noch immer laut pochendem Herzen – alles klar. Ja ... to BE continued.

© Wolfgang Lugmayr 2020-11-21

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