skip to main content

#achtsamkeit#lebensentscheidung

Felix und die Entscheidung

  • 20
Felix und die Entscheidung | story.one

It IS continued, one more time!

Seit einem Jahr arbeitete er nun in der Buchhandlung. Ejana, seine Kollegin und Bardo, sein Chef, haben heute Abend eine kleine Überraschung fĂŒr ihn vorbereitet. Der neue Job ist großartig und er fĂŒhlt sich wohl, sein Arbeitsplatz ist eine eigene, kleine Welt fĂŒr sich. Doch hat die aktuelle Krise auch hier Einzug gehalten. Viele Menschen haben diese spezielle Buchhandlung noch nie besucht, doch sind es noch weniger geworden und jene, die kommen, wirken gehetzt. Plötzlich klingelt das Telefon und am Ende der Leitung ist seine frĂŒhere Vorgesetzte Andrea, A: "Na, bist du noch immer mit Leib und Seele BuchhĂ€ndler?", F, zögerlich: "Klar!"

A: "Sind aber gerade doch nicht leicht die Zeiten? Ich kann dir da helfen, denn ich möchte dich zurĂŒck, natĂŒrlich mit einer Gehaltserhöhung. Die BĂŒcherbranche mag stagnieren, aber der Finanzindustrie geht es gut. Das frisch gedruckte Geld möchte verteilt und angelegt werden!". Felix zögert weiter, F: "Lass mir bitte etwas Zeit, ich muss das fĂŒr mich klĂ€ren.", A: "NatĂŒrlich, aber nicht zu lange. Ich brauche deine Entscheidung."

Felix weiß, dass er mit Ejana, seiner Kollegin und Vertrauten reden muss. Am Nachmittag bleibt in der Buchhandlung Zeit dafĂŒr, F: "Ich sag es dir, wie es ist: Ich habe das Angebot, in meinen alten Job zurĂŒckzukehren und ich ĂŒberlege wirklich. Wenn es so weiter geht, ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis wir zusperren." Ejana wirkt so gar nicht ĂŒberrascht, E: "Vor einem Jahr habe ich dir gesagt, dass du hier bereits erwartet wurdest. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Der Rest liegt bei dir."

Felix blickt Ejana wie vom Blitz getroffen an, er hatte wirklich einen Überredungsversuch erwartet, doch sie lĂ€chelt ihn einfach nur an, E: "Hab einfach Vertrauen. Das ist der SchlĂŒssel. Ich gehe jetzt kochen!"

Felix bleibt zurĂŒck, gibt sich ganz der AtmosphĂ€re in der Buchhandlung hin und lauscht. „Woher kommt diese Angst? Ist es wirklich MEINE Angst?“ 
 Nein, diese Angst ist fremd, sie gehört nicht zu mir. Doch ich gehöre HIER her. Es ist der Moment, in dem er eine Entscheidung trifft.

Es ist Abend. Ejana hat Shepherd‘s Pie zubereitet, dazu gibt es Ale. Wie Felix diese Kombination liebt. Ja, seine Kollegin hat ihn eingekocht, inzwischen bis ins Herz. Sie beiden wissen es, auch wenn es noch unausgesprochen ist.

Bardo Moji ist inzwischen dazugestoßen und nach Smalltalk sieht er ihn voller Ernst durch seine Nickelbrille an, B: "How's your decision, dear Felix?", F: "I stay ... no more doubts, no more words needed.", B: "Es ist einfach eine Zeit der Entscheidungen und wir alle werden vor große PrĂŒfungen gestellt. Du hattest heute die Deine. Es wĂ€re OK gewesen, wenn sich unsere Wege getrennt hĂ€tten, doch es ist gut, dass du den Weg des Vertrauens gewĂ€hlt hast. Wo ich herkomme, sind VertrĂ€ge nach einem Jahr und einem Tag endgĂŒltig. Morgen ist es soweit!".

Er hebt sein Glas: "Willkommen im neuen Leben und viel GlĂŒck Ejana und dir. SlaintĂ©!".

The End ... and the Beginning!

© Wolfgang Lugmayr 2021-05-02

Kommentare

Gehöre zu den Ersten, die die Geschichte kommentieren

Jede*r Autor*in freut sich ĂŒber Feedback! Registriere dich kostenlos,
um einen Kommentar zu hinterlassen.